{"id":229,"date":"2015-02-06T16:04:39","date_gmt":"2015-02-06T16:04:39","guid":{"rendered":"http:\/\/eden-life.ch\/?p=229"},"modified":"2015-02-06T19:37:34","modified_gmt":"2015-02-06T19:37:34","slug":"mitgefuhl-schlusselkompetenz-fur-fuhrungskrafte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eden-life.ch\/?p=229","title":{"rendered":"Mitgef\u00fchl &#8211; Schl\u00fcsselkompetenz f\u00fcr F\u00fchrungskr\u00e4fte"},"content":{"rendered":"<p><b>Wovon die Forschung schon lange spricht, sprechen nun auch immer mehr F\u00fchrungskr\u00e4fte: Mitgef\u00fchl &#8211; oft auch Empathie genannt &#8211; muss als wesentlicher Bestandteil der F\u00fchrungskompetenz angesehen werden. Grosse Firmen wie eBay, Google oder LinkedIn lassen ihre Gr\u00fcnder und CEOs an grossen Konferenzen<\/b><b>\u00a0zu diesem Thema sprechen und Bewegungen wie <\/b><a href=\"https:\/\/hbr.org\/2013\/01\/cultivating-a-higher-conscious\"><b>Conscious Capitalism<\/b><\/a><b> ziehen namhafte Firmen in Scharen an. Warum?<\/b><\/p>\n<p>Die Forschung zum Thema Mitgef\u00fchl zeigt schon lange sehr klar, dass eine anteilnehmende F\u00fchrungskultur positive Auswirkungen auf das Gesch\u00e4ftsklima und -ergbnis hat. Viele namhafte Firmen haben das erkannt und sind zudem \u00fcberzeugt, dass es wichtig und richtig ist, nicht nur die Interessen der Aktion\u00e4re zu verfolgen, sondern auch die der Stakeholder, sprich Mitarbeiter und Kunden. Dies f\u00fchrt zu einem Umdenken, was die Werte der gelebten Firmenkultur angeht.<\/p>\n<p>Mitgef\u00fchl ist nichts anderes als die F\u00e4higkeit, sein Gegen\u00fcber nicht nur rational, sondern nachempfindend zu verstehen. Mitgef\u00fchl hilft, die Probleme anderer besser zu verstehen und dadurch angemesserene L\u00f6sungen zu finden. So findet man in Arbeitsteams mit hohen empathischen F\u00e4higkeiten mehr zufriedene Arbeitnehmer und ein Arbeitsumfeld, das sehr effektiv und effizient ist. Grund daf\u00fcr ist die schnelle und saubere L\u00f6sung von Problem, wodurch die Energie der Mitarbeiter zielgerichtet eingesetzt werden kann.<\/p>\n<p>Anteilnahme heisst im Weiteren weder die Probleme des anderen zu l\u00f6sen, noch mit dessen Sichtweise der Dinge \u00fcbereinstimmen zu m\u00fcssen, sondern das Problem des anderen zur Kenntnis zu nehmen. Dies geschieht in erster Linie durch Zuh\u00f6ren. Wer gut zuh\u00f6ren kann und f\u00e4hig ist, sein Verst\u00e4ndnis auszudr\u00fccken, wird zudem als sympathisch empfunden. Empathie steigert zudem die Kommunkationsf\u00e4higkeit. Wenn man sich in sein Gegen\u00fcber hineinversetzen kann, dann kann man Argumente zur L\u00f6sungsfindung pr\u00e4sentieren, die aus dessen Sicht schl\u00fcssig sind und so zu einer Konsensfindung f\u00fchren k\u00f6nnen. Dies ist zweifelsohne eine wichtige F\u00e4higkeit f\u00fcr F\u00fchrungskr\u00e4fte.<\/p>\n<p>Als F\u00fchrungskraft Mitgef\u00fchl zu zeigen, ist jedoch vielen Managern fremd und kann sich durchaus als schwierig erweisen. Denn F\u00fchrungskr\u00e4fte sind es sich gewohnt, dauernd und sehr schnell Situationen und Menschen zu beurteilen und Entscheidungen zu treffen. Diese F\u00e4higkeit kann sich jedoch als Nachteil erweisen, wenn es darum geht, Mitgef\u00fchl zu zeigen. Denn Mitgef\u00fchl braucht Zeit &#8211; Zeit, bis man versteht, was den Mitarbeiter besch\u00e4ftigt, welcher Ballast ihn hindert gut und schnell zu arbeiten oder\u00a0wo er sich unter Druck f\u00fchlt. In einer leistungsorientierten Gesellschaft scheint ein solcher Invest oft nicht m\u00f6glich zu sein.<\/p>\n<p>Um diese Sichtweise zu entkr\u00e4ften, brauchte <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=2x0fOLqj2Zw\">LinkedIn-CEO Jeff Weiner<\/a> k\u00fcrzlich den netten Vergleich mit einem gewissenhaften Tischler: Dieser misst sein Holzst\u00fcck dreimal sehr sorgf\u00e4ltig ab, bevor er es dann auseinanders\u00e4gt. Diese Mitgef\u00fchl-Zeit mit Mitarbeitern zahle sich dann aber aus, so Weiner, und zwar in Form von h\u00f6herer Effizienz und Produktivit\u00e4t der so Behandelten. Auch das Wohlbefinden und die Gesundheit der Mitarbeiter verbessere sich dadurch merklich.<\/p>\n<p>Im Weiteren belegen <a href=\"http:\/\/www.cell.com\/current-biology\/abstract\/S0960-9822(14)01489-4\">neuste Studien<\/a>, dass Stress, Konkurrenzdruck sowie vielf\u00e4ltige Belastungen, es den Menschen schwierig machen, empathisches Verhalten an den Tag zu legen. Sobald der Stress aber abnimmt, ist automatisch mehr Raum f\u00fcr Mitgef\u00fchl vorhanden. Dies l\u00e4sst die Forscher zum Schluss kommen, dass es das Ziel sein muss, Fremdheitsgef\u00fcle und Anspannungen im Miteinander abzubauen. Daf\u00fcr gen\u00fcgen meist schon kurze, gemeinsame Erfahrungen, wie zum Beispiel ein gemeinsamer Drink nach Firmenschluss, wo man das Schw\u00e4rmen f\u00fcr den gleichen Fussballclub entdeckt,\u00a0um sich empathisch in den anderen hineinversetzen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wenn Sie Ihre F\u00e4higkeiten in Anteilnahme\u00a0trainieren m\u00f6chten, folgend ein paar grundlegende Gedanken dazu:<\/p>\n<ul>\n<li>Anteilnahme muss authentisch sein: wenn hinter Ihrer Anteilnahme nicht eine ehrliche und wertsch\u00e4tzende Grundhaltung steht, kann sie als Heuchelei oder Mittel zum Zweck wahrgenommen werden und geht nach hinten los.<\/li>\n<li>Aktives Zuh\u00f6ren: \u00fcben Sie das aktive Zuh\u00f6ren. Spezifische Fragetechniken helfen Ihnen dabei, die Beweggr\u00fcnde Ihres Gegen\u00fcbers zu erkennen und zu verstehen.<\/li>\n<li>Kommunikation: \u00fcben Sie eine wertsch\u00e4tzende Kommunikation ein. Lernen Sie, wie Sie Verst\u00e4ndnis f\u00fcr das Gegen\u00fcber ausdr\u00fccken k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Menschenkenntnis: Psychologische Typologien wie der <a href=\"http:\/\/www.persolog.com\/\">persolog-Test<\/a> helfen dabei, schnell einen ersten Eindruck \u00fcber ihr Gegen\u00fcber zu erlangen. Sie helfen ein Grund-Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die verschiedenen Charakteren zu erlangen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Uns allen w\u00fcnsche ich somit mehr Mut zur Anteilnahme. Denn diese wird nicht nur unseren\u00a0Mitarbeitern helfen, sondern auch unseren\u00a0Unternehmen und schlussendlich auch uns\u00a0selbst.<\/p>\n<p>Links zum Thema:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/compassioninsociety.org\/\">&#8220;Changing Culture in the Workplace Conference&#8221;<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.compassionorg.net\/pgs\/conference\/2013-summit-01.html\">&#8220;International Working Group in Compassionate Organisations&#8221;<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wisdom2conference.com\/About\">&#8220;Wisdom 2.0&#8221;<\/a><\/p>\n<p>TED-Talk von Karen Armstrong zum Thema der sogenannten <a href=\"http:\/\/www.ted.com\/talks\/karen_armstrong_let_s_revive_the_golden_rule\">Goldenen Regel<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/charterforcompassion.org\/\">&#8220;Charta des Mitgef\u00fchls&#8221;<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wovon die Forschung schon lange spricht, sprechen nun auch immer mehr F\u00fchrungskr\u00e4fte: Mitgef\u00fchl &#8211; oft auch Empathie genannt &#8211; muss als wesentlicher Bestandteil der F\u00fchrungskompetenz angesehen werden. 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