{"id":177,"date":"2014-11-10T08:25:44","date_gmt":"2014-11-10T08:25:44","guid":{"rendered":"http:\/\/eden-life.ch\/?p=177"},"modified":"2015-03-12T11:21:23","modified_gmt":"2015-03-12T11:21:23","slug":"was-hat-fuehrung-mit-freundschaft-zu-tun","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eden-life.ch\/?p=177","title":{"rendered":"Was hat F\u00fchrung mit Freundschaft zu tun?"},"content":{"rendered":"<p>Die Facetten des Verst\u00e4ndnisses von Freundschaft sind vielf\u00e4ltig. Grunds\u00e4tzlich aber gilt, dass wir Freunde als Menschen ansehen, die f\u00fcr uns in allen Situationen da sind, die uns zuh\u00f6ren und uns ernst nehmen. <b>Ein Freund ist nicht ein Mittel zum Zweck.<\/b> Auch nicht jemand, aus dem wir einen Nutzen ziehen. Ein Freund ist jemand, dem wir vertrauen und der f\u00fcr uns eine <b>Bereicherung unseres Lebens <\/b>darstellt.<\/p>\n<p>Ein weiterer Aspekt von Freundschaft ist, dass Freunde unser Potential sehen. Oft sehen sie klarer als wir selbst, welche M\u00f6glichkeiten in uns stecken. Deshalb ist der Austausch mit Freunden auch so bereichernd. Sie richten und sch\u00e4rfen unseren Blick darauf, was Gutes und Starkes in uns steckt. Freunde sehen, wohin uns unser Weg noch f\u00fchren k\u00f6nnte. Echte Freundschaft ist deshalb DIE Beziehungsform, die unser Potenzial entwickelt und f\u00f6rdert. Sie sind sozusagen <b>\u201cAdvocaten meiner Zukunft.\u201d<\/b><\/p>\n<p>In diesem Sinne hat F\u00fchrung viel mit Freundschaft zu tun. Auch eine <b>F\u00fchrungskraft<\/b> sollte <b>Anwalt der Zukunft seiner Mitarbeiter und seiner Firma <\/b>sein. Das heisst: die F\u00fchrungskraft sieht die m\u00f6gliche Bestimmung seiner Mitarbeiter sowie der Firma und f\u00fchrt diese dorthin. Der Chef ist also sozusagen ein <b>\u201cBestimmungsverwirklicher\u201d<\/b>. Dies geschieht nicht \u00fcber Motivation der Mitarbeiter, sondern dar\u00fcber, dass die F\u00fchrungskraft &#8211; wie ein Freund &#8211; das Potential und die innere Motivation seiner Mitarbeiter kennt und alles daran setzt, seinen Mitarbeitern m\u00f6glichst passende Aufgaben zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Um an diesen Punkt zu kommen, braucht es Zeit. Einen Menschen kennt man nicht, wenn man sein Leistungsprofil kennt. <b>Einen Freund gewinnt man nicht \u00fcber Nacht. <\/b>Zeit und Gemeinschaft sind die entscheidenden Faktoren. Ein griechisches Sprichwort benennt genau das, wenn es sagt, dass man jemanden nicht kennt \u201eehe man zuvor nicht ein Scheffel Salz miteinander gegessen hat\u201c. Und bis solch ein Scheffel Salz bei Mahlzeiten aufgebraucht ist, dauert es eine ziemliche Weile.<\/p>\n<p>Doch als F\u00fchrungskraft allein die Bestimmung der Mitarbeiter und der Firma zu kennen gen\u00fcgt nicht. Die wirklich grosse Arbeit ist die fortlaufende <b>Ermutigung der Mitarbeiter<\/b>. Also den Mitarbeitern immer wieder ihr Potential und die damit verbundene, erstrebenswerte Zukunft, die vor ihnen liegt, aufzuzeigen. Solange bis sie es selbst sehen, glauben und anfangen danach zu handeln. Das hat nichts mit Motivieren zu tun, sondern ist die <b>Freisetzung der intrinsischen Motivation<\/b> von Menschen. Diese innenliegende Motivation, die von \u00e4usseren Umst\u00e4nden in grossem Masse unabh\u00e4ngig ist.<\/p>\n<p>In einem solchen Arbeitsumfeld entsteht eine Gemeinschaft, die \u00fcber die normale Zweckgemeinschaft unter Arbeitskollegen hinausgeht. Vielmehr entsteht hier ein Entfaltungsraum, der Kreativit\u00e4t und Leistung freisetzt, weil den hier arbeitenden Menschen eine <b>Sinnhaftigkeit ihrer Arbeit<\/b> erm\u00f6glicht wird und die <b>W\u00fcrde ihrer Person<\/b> hochgehalten wird.<\/p>\n<p>(Basis dieses Blogs:\u00a0verschiedene, zusammengetragene Stellen aus dem Buch: \u201cFreundschaft \u2013 Das Immunsystem der Gesellschaft\u201d von Philipp Johner)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Facetten des Verst\u00e4ndnisses von Freundschaft sind vielf\u00e4ltig. Grunds\u00e4tzlich aber gilt, dass wir Freunde als Menschen ansehen, die f\u00fcr uns in allen Situationen da sind, die uns zuh\u00f6ren und uns ernst nehmen. Ein Freund ist nicht ein Mittel zum Zweck. Auch nicht jemand, aus dem wir einen Nutzen ziehen. 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